qan01
Unsere Leitlinien

„Zeit in der Natur ist Entwicklungszeit“
Die Natur ist Basis aller Erfahrungswerte. Sie bietet Anlass für freie Entfaltungs- und Bewegungsmöglichkeiten und macht aus den Kindern echte Entdecker und Forscher. „Kinder lernen von Erfahrungen, die unter die Haut gehen. Kein Wunder, dass sie bei ihrem Spielen zunächst die ursprünglichsten aller Erfahrungen suchen – den Umgang mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde“ (Renz-Polster & Hüther 2013, 44)

Freiheit und Vertrauen sind Grundlage der selbstbestimmten Entwicklung
Die vielfältigen Möglichkeiten des inneren und äußeren Erlebens kann der nutzen, der sich frei organisieren darf. Daraus entsteht eine Entfaltung der natürlichen Potentiale von innen heraus. Wir haben Vertrauen, in die Selbstregulation und das natürliche Lernbedürfnis des Menschen. Freie Entfaltung braucht Lernen in Selbstbestimmung, da die intrinsische Motivation die grundlegende Bedingung zur freien Entfaltung ist.

Wertschätzende Beziehungen sind Entfaltungsgrundlage
Der Mensch ist ein Beziehungswesen. Gelingende Bildungsprozesse setzen verlässliche Beziehungserfahrungen  voraus. Beziehung ist einerseits Voraussetzung jeglichen Lernens, andererseits aber auch Motivation zum Lernen. Voraussetzung hierfür ist die Gleichwürdigkeit von Erwachsenen und Kindern. „Gleichwürdigkeit bedeutet, dass Menschen jeden Alters von gleichem Wert sind. Man respektiert gegenseitig die persönliche Würde und Integrität.“ (Juul 2012)

Das respektvolle und achtsame Miteinanderleben ist bewertungsfrei
Durch einen respektvollen und achtsamen Umgang, entsteht  ein Raum, der frei ist von Bewertungen, Strafen und Belohnungen. „Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“ (Vgl. Jiddu Krishnamurti)

Heterogenität ist bereichernd
Vielfalt ist uns auf verschiedenen Ebenen wichtig. Wir erkennen und wertschätzen die Diversität und sind allen Religionen und atheistischen Weltanschauungen gegenüber offen. Darüber hinaus streben wir eine Durchmischung aller Bildungsschichten an. Die Struktur bleibt im Wandel und passt sich den individuellen Bedürfnissen an.

„Nachhaltigkeit ist Zukunft“
„Wir glauben, dass Kinder, die Respekt und Achtung für ihre authentischen Bedürfnisse erfahren haben, auch alles Lebendige in dieser Welt schützen werden. Nur wenn Kindern das Gefühl für ihr eigenes Leben nicht verloren geht, können sie den Wert des Lebens in anderen Lebewesen ermessen und Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.“ (Rebecca Wild)

 

  • Karl, Reinhard (2008). Dokumentarfilm: „Kinder“. Trailer
  • Juul, Jesper (2009). Das kompetente Kind. Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie. Ro_Verlag
  • Wild, Rebeca (1983). Erziehung zum Sein. Erfahrungsbericht einer aktiven Schule. Arbor-Verlag, Freiamt
  • Wild, Rebeca (1993). Kinder im Pesta. Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung für Kinder. Arbor-Verlag, Freiamt
  • Kohn, Alfi (2015). Liebe und Eigenständigkeit. Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung. Arbor Verlag
  • Montessori, Maria (2010). Kinder sind anders. Kinder fordern uns heraus. 15. Auflage. Klett-Cotta: Stuttgart
  • Renz-Polster, Herbert (2011). Menschenkinder. Plädoyer für eine artgerechte Erziehung. Kösel-Verlag: München.
  • Renz-Polster, Herbert & Hüther, Gerald (2013). Wie Kinder heute wachsen. Natur als Entwicklungsraum. Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Fühlen und Denken. Belz: Basel.
  • Stern, Arno & Stern, Eléonore (1998). Der Malort. Daimon Verlag: Einsiedeln.